Behandlungsbereiche im Überblick

Logopädiepraxis WortWelt, Anemonenweg 3, 85716 Unterschleißheim / Lohhof

Beratung und Behandlung in folgenden Bereichen

Therapieschwerpunkte bei Erwachsenen

Bei Stimmstörungen handelt es sich um eine vorübergehende oder dauerhaft bestehende Beeinträchtigung der Stimme. Symptome können sein: Heiserkeit, gepresster, rauer Stimmklang, geringe Belastbarkeit der Stimme, Missempfindungen im Hals.
Man unterscheidet zwischen funktionell bedingten Störungen (durch Gewohnheit oder Überlastung erworben, Veranlagung, oder psychogen) und organisch bedingten Störungen. Bei den organisch bedingten Störungen liegen krankhafte Veränderungen im Kehlkopfbereich vor (Zustand nach Schilddrüsenoperationen, chronische Kehlkopfentzündung, Stimmlippenveränderungen, traumatische Veränderungen des Kehlkopfes, Fehlbildungen des Kehlkopfes, Entfernung des Kehlkopfes)

Bei der myofunktionellen Störung ist die Muskulatur des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereichs im Ungleichgewicht. Hinweise darauf können sein:

  • offene Mundatmung / fehlender Mundschluss
  • kurze Oberlippe, gerötete oder wulstige Unterlippe
  • Zunge liegt zwischen den Zähnen, Zunge scheint zu groß zu sein
  • Zunge stößt beim Schlucken gegen die Zähne (dadurch offener Biss möglich)
  • erhöhter Speichelfluss

Bildung der Sprachlaute mit Hilfe der Sprechwerkzeuge. Von besonderer Bedeutung sind Zunge, Lippen und hinterer Gaumen.

Eine Aphasie ist eine Sprachstörung nach Abschluss der Sprachentwicklung infolge neurologischer Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirntrauma). Es können Beeinträchtigungen in allen Modalitäten betroffen sein: Sprachproduktion, Sprachverständnis, Lesen und Schreiben.

Therapieschwerpunkte bei Kindern

Von einer Sprachentwicklungsverzögerung spricht man, wenn die bestimmten Muster des normalen Spracherwerbes nicht, anders oder zeitlich verzögert (bis zu 6 Monaten) eintreten und dies mindestens zwei oder mehrere Ebenen betrifft. Je nach Untersuchungsergebnis unterscheidet man

  • phonologische-phonematische Störung
  • Dysgrammatismus
  • lexikalisch-semantische Defizite

Kinder mit Wahrnehmungsproblemen oder -störungen haben Schwierigkeiten Reize der Umwelt richtig wahrzunehmen und zu verarbeiten. Sie haben Probleme in den Bereichen der visuellen, auditiven und taktil-kinästhetischen (Fühlen und Tasten) Wahrnehmung und der motorischen Bewegungssteuerung. Laut Affolter und Sonderegger ist der wichtigste und grundlegende Wahrnehmungsbereich für ein Kind der taktil-kinästhetische. Sprachentwicklungsstörungen beruhen auf dieser basalen Wahrnehmungsstörung

Ein bestimmter Laut wird falsch ausgesprochen (lispeln): Sule statt Schule
Ein Laut wird durch einen anderen Laut ersetzt: Lutsche statt Rutsche
Ein Laut wird ausgelassen: Bume statt Blume

Bei der myofunktionellen Störung ist die Muskulatur des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereichs im Ungleichgewicht. Hinweise darauf können sein:

  • offene Mundatmung / fehlender Mundschluss
  • kurze Oberlippe, gerötete oder wulstige Unterlippe
  • Zunge liegt zwischen den Zähnen, Zunge scheint zu groß zu sein
  • Zunge stößt beim Schlucken gegen die Zähne (dadurch offener Biss möglich)
  • erhöhter Speichelfluss

Bei einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) kann das Kind bei normalem Hörvermögen die Höreindrücke nicht richtig verarbeiten. Es bestehen Probleme in den Teilfunktionen des Hörens:

  • Aufmerksamkeit
  • Merkfähigkeit
  • Richtungshören
  • Zuhören in lauter Umgebung (Schule/Kindergarten/Unterhaltung mehrer Personen)
  • Erkennen und Unterscheiden von Lauten (phonologische Bewusstheit)
    • Unterscheidungsfähigkeit ähnlich klingender Laute und Wörter.

Dysgrammatismus ist eine Sprachentwicklungsstörung, wobei das grammatische Regelsystem gestört ist.
Es kommt zu Fehlern im Satzbau (Umstellung und Auslassung von Satzelementen), Verwendung der Artikel, Beugung oder Stellung des Verbs oder Pluralfehlbildungen.

Es treten quantitative und/oder qualitative Probleme beim Wortschatzerwerb auf. Dies kann sowohl die Wortbedeutung (Semantik), als auch den Wortabruf und die Speicherung neuer Wörter betreffen.

Bei pragmatischen Störungen fällt es schwer bzw. ist es nicht möglich:

  • Blickkontakt herzustellen bzw. zu halten
  • Redekategorien einzuhalten (Frage – Antwort)
    • unterschiedliche Spielformen (Rollenspiel, Regelspiel)

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